Die Linke fürchtet SPD-Attacken im Bundestagswahlkampf - DER SPIEGEL
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Die Linke fürchtet SPD-Attacken im Bundestagswahlkampf

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Oskar Lafontaines Partei Die Linke befürchtet im Wahljahr 2009 heftige Angriffe wegen ihrer SED-Vergangenheit. Die SPD werde Die Linke "bekriegen", heißt es im internen Wahlstrategiepapier des Linken-Vorstands, und "die Vielzahl der historischen Jahrestage 2009 gegen uns zu nutzen versuchen". Dafür werde die SPD im "historischen Supergedenkjahr" an "allen Imagemerkmalen ansetzen" wie "SED", "Stasi", "DKP". 2009 jähren sich die Gründung der Bundesrepublik und der DDR zum 60. und der Fall der Mauer zum 20. Mal. In ihrem Strategiepapier formuliert Die Linke als Ziel für die Bundestagswahl "ein zweistelliges Ergebnis: 10 Prozent plus". Sorgen bereitet den Wahlstrategen das heterogene Wählerpotential, das sich auch in der Mitgliedschaft abbildet und parteiintern durch Flügelkämpfe immer wieder für Probleme sorgt: "Für politische, religiöse, kulturelle und regionale Zwistigkeiten, für persönliche Animositäten und Profilierungsversuche ist in Wahlkampfzeiten kein Platz", heißt es warnend in dem Papier, denn: "Erfahrungen vor Ort sagen, dass die Entwicklung der Organisation mit der gestiegenen Akzeptanz in der Bevölkerung nicht immer Schritt hält." Neben der Europa- und Bundestagswahl zielt Die Linke 2009 vor allem auf rot-rote Konstellationen in den Ländern: "In Thüringen und im Saarland ist die Frage eines Regierungswechsels unter Mitwirkung der Linken keine theoretische oder bloß rechnerische, sondern eine zutiefst praktische Frage." Die Linke will "das politische Megathema soziale Gerechtigkeit" für sich reklamieren und rechnet mit einem Lagerwahlkampf "aller gegen Die Linke". Um von allen anderen Parteien Stimmen abzuwerben, will Die Linke sich möglichst als einzige glaubwürdige Gerechtigkeits- und Friedenspartei verkaufen. Der Vorstand empfiehlt leicht ironisch seinen Wahlkämpfern deshalb als Motto: "Nur immer kräftig und mit Bedacht in die Kerbe hauen, auf dass sie tiefer und breiter werde!"