Katholische Kirche streitet mit Merkel über die Aufnahme irakischer Christen - DER SPIEGEL
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Katholische Kirche streitet mit Merkel über die Aufnahme irakischer Christen

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Ein Streit zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der katholischen Kirche wird die am Montag beginnende Herbstvollversammlung der katholischen Bischöfe in Fulda beschäftigen. Die Kanzlerin stellt sich gegen die Wünsche der katholischen und evangelischen Kirche, irakische Christen, die in ihrer Heimat unter Verfolgung leiden, in Deutschland zügig aufzunehmen. Das wurde bei einem Treffen zwischen Regierung und katholischer Kirche vergangene Woche deutlich, an dem Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, teilnahm. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte vor Wochen die Bereitschaft signalisiert, ein Flüchtlingskontingent in die Bundesrepublik aufzunehmen. Mehrere Kirchendelegationen waren nach Visiten vor Ort überzeugt, dass die Flüchtlinge dort keinerlei Zukunftsperspektive hätten. Die Innenminister der EU wollen in dieser Woche über die europaweite Aufnahme irakischer Flüchtlinge entscheiden, deshalb drängen beide deutschen Kirchen auf eine rasche Entscheidung der Bundesregierung. Seit einem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki hat Merkel für Zurückhaltung in der Flüchtlingsfrage gesorgt. Maliki hatte zugesagt, für eine Verbesserung der Lage der Christen zu sorgen. Zugleich hatte er vor der Abwanderung gebildeter Schichten gewarnt, die für den Wiederaufbau des Landes dringend nötig seien.