Piëch bleibt Aufsichtsratschef bei VW - DER SPIEGEL
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Piëch bleibt Aufsichtsratschef bei VW

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ferdinand Piëch wird Aufsichtsratsvorsitzender beim VW-Konzern bleiben. Große Teile der Familien Porsche und Piëch wollen ihn zwar auf einem Treffen der sogenannten Konsortialversammlung auffordern, den Posten abzugeben. Doch die rund 50 Mitglieder des Clans können ihn nicht dazu zwingen. Ihr Vorstoß wird deshalb folgenlos bleiben. Die Familien sind verärgert über Piëch, weil der auf der Sitzung des VW-Aufsichtsrats am 12. September den Wolfsburger Arbeitnehmervertretern mit seiner Stimmenthaltung zu einer Mehrheit verholfen hatte. Die übrigen Mitglieder des Clans einschließlich Wolfgang Porsche, der ebenfalls im VW-Aufsichtsrat sitzt, wurden davon überrascht. Auch die Porsche-Belegschaft ist verärgert. Sie habe kein Vertrauen mehr zu Piëch, soll Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück Wolfgang Porsche mitgeteilt haben. Doch dies dürfte kaum Eindruck bei dem Kritisierten hinterlassen. Vertraute Piëchs berichten, dass dieser der Aufforderung zum Rückzug aus Wolfsburg nicht nachkommen werde. Abgelöst werden könnte er nur über eine außerordentliche Hauptversammlung von VW. Dort sind dann aber auch die Stimmen des zweiten Großaktionärs, des Landes Niedersachsen, nötig. Doch dessen Ministerpräsident Christian Wulff will Piëch im Amt halten.