Bahn benachteiligt Güterverkehr durch milliardenschwere Fehlinvestitionen
Die Deutsche Bahn benachteiligt den Güterverkehr durch milliardenschwere Fehlinvestitionen. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Netzwerkes Privatbahnen, das dem SPIEGEL vorliegt. Der Berliner Verkehrsexperte Gottfried Ilgmann wirft der Bahn in dem Papier vor, sie investiere auf Druck der Politik Milliarden in Hochgeschwindigkeitsstrecken, deren Nutzen-Kosten-Verhältnis miserabel sei und den Güterverkehr auf Nebengleise verbanne. So seien die Neubaustrecken Erfurt Nürnberg, HannoverHamburg/Bremen und StuttgartUlm für den Güterverkehr nicht geeignet. Teils wegen zu starker Steigung, teils wegen Gefährdung durch die schnellen ICE-Züge. Der Experte fordert, weite Teile der Großprojekte zu streichen. Das Schienennetz dürfe nicht länger "im Bermudadreieck der Verantwortungslosigkeit von Bund, Ländern und Deutscher Bahn" verkommen.