Rosa-Luxemburg-Stiftung wechselt SED-Altkader in der Führungsspitze aus
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterzieht sich einem personellen Revirement. So hat der Vorsitzende Heinz Vietze, 61, mehrere SED-Altkader verdrängt und das Kuratorium der Stiftung "als Oberoberaufsichtsbehörde" aufgelöst. Davon betroffen sind unter anderen der letzte SED-Ministerpräsident der DDR Hans Modrow, die ehemalige DDR-Wirtschaftsministerin Christa Luft und der einstige stellvertretende DDR-Kulturminister Klaus Höpcke. Personal- und Strukturfragen seien "ein bisschen bereinigt" worden, so Vietze, um auch die Stiftung der gewachsenen Bedeutung der Partei Die Linke anzupassen. Das Kuratorium soll ein noch zu gründender und verjüngter "wissenschaftlicher Beirat" ersetzen. Künftig solle die parteinahe Rosa- Luxemburg-Stiftung stärker gesamtdeutsch agieren und international neu aufgestellt werden, mit neuen Büros unter anderem in China und Israel. Pikant an Vietzes Umgang mit den Ex-Kadern: Er selbst war der letzte SED-Bezirkssekretär von Potsdam und machte nach der Wende in der brandenburgischen PDS Karriere.