Geiseldrama in der Sahara: Regierungen von Italien und Ägypten drängen auf schnelle Lösegeldzahlung - DER SPIEGEL
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Geiseldrama in der Sahara: Regierungen von Italien und Ägypten drängen auf schnelle Lösegeldzahlung

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Vehement haben sich die Regierungen von Ägypten und Italien bei der Bundesregierung für die Zahlung eines Lösegelds im Entführungsdrama in der Sahara ausgesprochen. Die Behörden in Kairo fürchten einen Schaden für den Tourismus, würde bei einer Kommandoaktion von Eliteeinheiten einer der elf Touristen ums Leben kommen, die am vorvergangenen Wochenende in Ägypten verschleppt wurden. Zu der Reisegruppe gehören auch fünf Deutsche. Unklar ist, wer für das Lösegeld aufkommen müsste. Ende vergangener Woche hatten die Entführer rund zwei Millionen Dollar gefordert, die ägyptische Regierung geht offenbar davon aus, dass die Bundesregierung einen großen Anteil übernimmt. Die Verhandlungen wurden dadurch erschwert, dass anscheinend innerhalb der Entführergruppe unterschiedliche Vorstellungen existierten; zeitweilig mussten die ägyptischen Sicherheitsbehörden mit mehreren Männern verhandeln. Nachdem die Kontakte anfangs über ein Satellitentelefon des Reiseveranstalters liefen, der selbst zu den Geiseln zählt, ließ die sudanesische Regierung den Kidnappern zwei neue Funktelefone zukommen. Die Geiseln mussten in der Sahara in Zelten und Berghöhlen übernachten. Aus den Telefongesprächen weiß der deutsche Krisenstab, dass die Trinkwasserversorgung bis zum Wochenende sichergestellt war. Nicht abschließend geklärt ist die Frage nach der Nationalität der Entführer. Anscheinend handelt es sich um Ägypter, Sudanesen und Tschader.