Koalitionsparteien planen Milliardenzuschüsse für Krankenkassen
Über zusätzliche Steuermilliarden für die gesetzliche Krankenversicherung denken die Bundestagsfraktionen von Union und SPD nach. Der Plan der Sozialpolitiker sieht vor, dass die Krankenkassen künftig mehr Geld für die Versorgung von Langzeitarbeitslosen bekommen sollen. Derzeit überweist der Bund für einen Arbeitslosengeld- II-Empfänger 118 Euro im Monat. Dieser Zuschuss soll auf etwa 180 Euro steigen. Die Krankenkassen erhielten dadurch mindestens 1,5 Milliarden Euro mehr im Jahr. Der Zuschuss könnte dazu beitragen, den für das kommende Jahr befürchteten Beitragsanstieg in der Gesundheitsversorgung zu verkleinern. Unterstützt wird die Idee von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sowie einigen Wirtschaftspolitikern der Union, die alternativ aber auch über ein weiteres Absenken des Beitrags für die Arbeitslosenversicherung nachdenken.