Air-Berlin-Angestellte fordern mehr Mitsprache - DER SPIEGEL
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Air-Berlin-Angestellte fordern mehr Mitsprache

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Geschäftsführung von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft, Air Berlin, droht mitten in der heißen Verhandlungsphase zur Übernahme des Wettbewerbers TUIfly ein Konflikt mit zwei ihrer wichtigsten Beschäftigtengruppen: den Kabinen- und den Cockpit-Angestellten. Auslöser ist die Ankündigung von Firmenchef Joachim Hunold, im Winter und im kommenden Sommer neben acht geleasten Fokker-Jets womöglich noch weitere Maschinen aus dem Verkehr zu ziehen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und Vertreter der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) fürchten, die Sparmaßnahmen könnten vor allem Angestellte der Töchter DBA und LTU treffen, da die aufgrund von Altverträgen im Vergleich zu ihren Air-Berlin-Kollegen häufig noch besser verdienen. Um die Lasten gleichmäßig auf alle Beschäftigten zu verteilen, wollen die Gewerkschaften mit der Air-Berlin-Führung zentrale Verhandlungen über die Abbaupläne aufnehmen. Außerdem verlangen sie eine konzernübergreifende Mitarbeitervertretung für das gesamte fliegende Personal. Sollte die Geschäftsleitung die Vorschläge abblocken, droht ein VC-Funktionär, seien auch Streiks möglich. Ein Air-Berlin-Sprecher versichert, bislang seien noch keine konkreten Personaleinsparungen vorgesehen. Deshalb seien auch Gespräche über einen Sozialplan zurzeit wenig sinnvoll.