Ex-Kanzler Schröder soll möglichen Verkauf der Continental- Reifensparte prüfen
Die jüngsten Spekulationen über eine mögliche Abspaltung der Reifensparte im neugeschaffenen Bereich "Rubber Group" des Automobilzulieferers Continental könnten schon bald Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) beschäftigen. Hintergrund: Bei der Ende August vereinbarten Übernahme von Continental durch die Herzogenauracher Schaeffler-Gruppe wurde vereinbart, dass Schaeffler an der bisherigen Conti-Konzernstruktur nichts ändern dürfe. Als eine Art beratender Überwacher dieses umfangreichen Vertragswerks wurde auf Vorschlag der Arbeitnehmervertreter Schröder eingesetzt. Nun vermuten vor allem Arbeitnehmervertreter der Gewerkschaft IG Bergbau Chemie Energie, dass Schaeffler entgegen der Vereinbarung hinter den Verkaufsabsichten des Conti-Vorstands steckt, um die Verbindlichkeiten des Autozulieferers zu senken und die Übernahme dadurch billiger zu machen. Schröder soll nun prüfen, auf wessen Initiative der Vorstoß zum Verkauf tatsächlich zurückgeht und ob er überhaupt mit dem Übernahmevertrag vereinbar ist. Sollte der Ex-Kanzler zu dem Ergebnis kommen, dass die Reifensparte derzeit nicht veräußert werden darf, könnte am Ende die gesamte Conti-Übernahme platzen.