Deutsche Bank rückt von Renditeziel ab
Im Zuge der Finanzkrise ist Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann von seinem Ziel einer 25-prozentigen Eigenkapitalrendite weiter abgerückt. Die Zahl sei "immer nur eine Chiffre gewesen", sagte Ackermann am Donnerstag gegenüber den rund 150 Top-Führungskräften seiner Bank, "eine Chiffre dafür, dass wir zu den Besten gehören wollen. Und daran hat sich nichts geändert." Der Bankchef hat in deutlichen Worten unterstrichen, dass die Staatshilfe für sein Institut nicht in Frage komme. "Ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen würden", so der Manager. Laut Ackermann besteht die Gefahr, dass die Banken in vielen Ländern der Welt nun zu Institutionen würden, die auch nationale oder staatliche Interessen vertreten. Als Beispiel verwies er auf die Niederlande, wo der Staat seinen Worten zufolge verhindert habe, dass Teile von ABN Amro an die Deutsche Bank verkauft wurden obwohl die Verträge mit dem Verkäufer Fortis eigentlich unterschriftsreif waren. Die Deutsche Bank müsse um jeden Preis unabhängig bleiben, das sei für sie "eine ganz große Chance".