Fahndung nach Islamist Breininger erweist sich als Flop - DER SPIEGEL
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Fahndung nach Islamist Breininger erweist sich als Flop

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Offenbar ist die spektakuläre Fahndung nach dem deutschen Islamisten Eric Breininger ein Flop. Anfang vergangener Woche löste das Bundeskriminalamt (BKA) in aller Stille seine eigens eingerichtete Sonderkommission "Reise" auf, ebenso verfuhren die Landespolizeien. Mittlerweile hält es das BKA für wahrscheinlicher, dass sich Breininger und sein Begleiter Houssain al-Malla "nach wie vor im afghanischpakistanischen Grenzgebiet befinden". Die insgesamt 390 Hinweise aus der Bevölkerung hätten "keine weiterführenden Fahndungsansätze beziehungsweise sich verdichtende Hinweise auf einen tatsächlichen Aufenthalt von Breininger und al-Malla in der Bundesrepublik Deutschland ergeben", heißt es in einem BKA-Bericht. Zudem seien alle "anschlagsrelevanten Zeiträume" wie der Tag der Deutschen Einheit oder das Ende des Ramadan "ohne schädigende Ereignisse verstrichen". Das BKA war unter anderem dem Hinweis auf einen roten Mercedes 190 aus Neuss nachgegangen, in dem ein Zeuge Breininger in Serbien gesehen haben wollte. Der Islamist aus dem Saarland sei in Begleitung von zwei Personen gewesen, er habe rötliche Haare und trage einen Ziegenbart. Daraufhin fertigte das BKA Phantombilder an und überprüfte alle 40 in Neuss gemeldeten roten Wagen vom Typ Mercedes 190 Diesel. Die Fahndungsmaßnahmen zu den angeblichen Begleitpersonen und dem Auto würden nun "zurückgenommen", so das BKA. "Erhebliche Zweifel am Wahrheitsgehalt" äußern die Ermittler auch an einem Hinweis, wonach Breininger am Frankfurter Flughafen gewesen sein soll. Zudem hatten die Behörden bundesweit Kontaktpersonen aus dem islamistischen Milieu observiert und 16 Personen angesprochen, die möglicherweise in Verbindung zu Breininger stehen könnten – ohne Ergebnis.