Liberale streiten um den richtigen Umgang mit der Finanzkrise - DER SPIEGEL
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Liberale streiten um den richtigen Umgang mit der Finanzkrise

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei den Freien Demokraten ist Streit über die Haltung der Partei zur Finanzkrise ausgebrochen. Der frühere FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt will dem Präsidium demnächst ein Grundsatzpapier präsentieren, das Lehren für die Rollenverteilung von Markt und Staat ziehen soll. "Es reicht nicht aus, den Finanzmärkten neue Regeln zu geben", sagt Gerhardt. "Wir müssen uns in der Wirtschaft auch wieder stärker auf liberale Grundwerte besinnen." Dazu gehörten etwa Prinzipien wie "Bescheidenheit, Maßhalten sowie die Tugenden des ehrbaren Kaufmanns". FDP-Chef Guido Westerwelle hatte dagegen jüngst gesagt, Liberale seien schon immer für "einen starken Staat" eingetreten. Auch FDP-Wirtschaftssprecher Rainer Brüderle hat dem Parteipräsidium ein Papier zur Finanzkrise vorgelegt. Darin plädiert Brüderle unter anderem für eine stärkere Managerhaftung bei Fehlverhalten sowie für die Einführung von Ehrenkodizes für die Finanzbranche.