Internationale Energieagentur warnt vor Gas-Kartell: Preistreibende Wirkung - DER SPIEGEL
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Internationale Energieagentur warnt vor Gas-Kartell: Preistreibende Wirkung

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Experten der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris kritisieren den Plan, eine "Gas-Opec" nach dem Vorbild der Organisation erdölexportierender Staaten einzurichten. "Sollte es tatsächlich zu einem solchen Zusammenschluss kommen, würde dies die Marktmechanismen erheblich schwächen", warnt IEA-Chefökonom Fatih Birol: "Das wären keine guten Nachrichten." Vorige Woche hatten sich die Förderländer Iran, Katar und Russland auf eine engere Koordination verständigt, zusammen verfügen sie über 55 Prozent aller Gas-Vorkommen. Auf mittlere Sicht könnte die Troika eine treibende Wirkung auf den Preis ausüben, befürchtet Birol. Zwar existierten auf dem Gas-Markt – anders als im Öl-Geschäft – viele langfristige Lieferverträge. Doch weil jedes Jahr Verträge ausliefen, wären die Förderländer in der Lage, peu à peu die Bedingungen zu ändern und sich abzustimmen. Allerdings könnte das Signal, das von einem Gas-Kartell ausgehe, zu einem "Eigentor" für die Förderländer werden, meint Birol. Verbraucherländer würden es sich dann gut überlegen, ob sie ein Gas-Kraftwerk errichten oder lieber auf Kohle, Atomkraft oder erneuerbare Energien setzen.