Ankläger unterstützen Ernst August Prinz von Hannover - DER SPIEGEL
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Ankläger unterstützen Ernst August Prinz von Hannover

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Vier Jahre nachdem das Landgericht Hannover Ernst August Prinz von Hannover zu einer Geldstrafe von 445.000 Euro wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt hat, sind die Chancen erheblich gestiegen, dass das Verfahren noch einmal aufgerollt wird. Überraschend hat sich auch die Staatsanwaltschaft Hildesheim in einem Antrag an das zuständige Landgericht für eine Wiederaufnahme des Verfahrens ausgesprochen und damit ihren bisherigen Widerstand gegen einen neuen Prozess aufgegeben. Grund ist eine Zeugenaussage von Caroline Prinzessin von Hannover, der Ehefrau des Welfen, die diese kürzlich in Hildesheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemacht hat. Demnach hatte ihr Mann im Jahr 2000 auf der kenianischen Insel Lamu zwar einem deutschen Hotelier zwei Schläge ins Gesicht verpasst. Allerdings habe er dabei weder ein Hilfsmittel wie einen Schlagring benutzt, wie ihm im Urteil noch zur Last gelegt wurde, noch hätten ihm Einheimische bei seiner Attacke geholfen. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Angaben von Prinzessin Caroline als "widerspruchsfrei und nachvollziehbar". Durch diese neue Aussage, so die Anklagebehörde, seien "die Urteilsfeststellungen so weit erschüttert, dass es jedenfalls hinreichend wahrscheinlich erscheint, dass eine erneute Hauptverhandlung" zu einer für den Prinzen "günstigeren Verurteilung (wegen einfacher Körperverletzung) führen wird". Dagegen bestünden "Zweifel am Beweiswert" von Aussagen, die den Prinzen im ersten Prozess belastet hätten.