Experten vermuten Brandherd in Schlafkabine als Ursache für Busunglück
Auf der Suche nach der Ursache für den schweren Busunfall, bei dem am vergangenen Dienstag 20 Menschen auf der A2 bei Hannover starben, untersuchen Brandexperten nun auch die Schlafkabine des Fahrers. Auf Grund von Berichten Überlebender waren die Ermittler bislang davon ausgegangen, dass sich in der Toilette des Fahrzeugs ein Schwelbrand entwickelt habe. Bei dem betreffenden Mercedes- Benz-Fahrzeug befindet sich die Tür zu dem Ruheraum genau gegenüber dem Toilettenzugang im Bereich des hinteren Einstiegs. Die Kabine ist quer zur Fahrtrichtung unter den Fahrgastraum eingebaut und kann nicht aufrecht betreten werden. Ausgestattet ist der Raum mit einer Matratze, Licht und Lüftungsanlage. Untersucht werden soll nun, ob dort das Feuer durch einen technischen Defekt ausgebrochen sein könnte und womöglich brandgefährliche Stoffe gelagert wurden. Laut Anwalt des betroffenen Busunternehmens wurde die Kabine während der Unfallfahrt allerdings nicht genutzt.