EU-Abgeordnete fordern Aus für Flüssigkeitskontrollen - DER SPIEGEL
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EU-Abgeordnete fordern Aus für Flüssigkeitskontrollen

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Zwei Jahre nach ihrer europaweiten Einführung wächst die Kritik an der Kontrolle von Flüssigkeiten auf Flughäfen. Die "jetzigen Methoden" seien "untauglich und unverhältnismäßig", sagte der christdemokratische EU-Abgeordnete und Verkehrsexperte Georg Jarzembowski dem SPIEGEL. Recherchen von Europa-Parlamentariern hätten ergeben, dass es seit Einführung der Flüssigkeitsverordnung keinen einzigen Fall eines versuchten Sprengstofftransports gegeben habe. Für seinen sozialdemokratischen Kollegen Ulrich Stockmann hat sich auf den Flughäfen "eine Sicherheitsbürokratie verselbständigt, die wir nicht mehr wegkriegen". Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will an der jetzigen Praxis festhalten, bis neuartige Flüssigkeits-Scanner einsatzfähig sind. Nach neuesten Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen werden bundesweit täglich etwa "6 bis 7 Tonnen" Kleinbehälter mit Kosmetika, Haarshampoo oder Spirituosen eingezogen. Der Warenwert dieser Artikel beläuft sich danach allein bei den deutschen Flughäfen auf jährlich zwischen 100 und 150 Millionen Euro.