Gefahr durch belastete Lebkuchen - DER SPIEGEL
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Gefahr durch belastete Lebkuchen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Deutschlands Verbraucher laufen Gefahr, dass sie an giftiges Weihnachtsgebäck geraten. Hintergrund ist, dass die Behörden die Markennamen von hoch mit Acrylamid belasteten Plätzchen und Lebkuchen nicht nennen. Die Käufer bleiben daher auch in diesem Jahr unaufgeklärt, welche Produkte gefährlich sind und welche sie unbedenklich verzehren können. Acrylamid steht in Verdacht, Krebs auszulösen und das Genmaterial zu verändern. Seit sieben Jahren untersucht die Berliner Verbraucherorganisation Foodwatch dessen Gehalt in Spekulatius und Lebkuchen. In dieser Zeit haben die größten Hersteller unter anderem durch veränderte Backverfahren die Belastung erheblich reduzieren können, davon profitierte auch Weihnachtsgebäck der Discounter Lidl und Aldi. Die von Foodwatch untersuchten Produkte lagen bei einer Belastung von 28 bis 570 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm Lebkuchen. Dagegen hat das Bundesamt für Verbraucherschutz nun Messergebnisse der Länderbehörden veröffentlicht. Danach waren Lebkuchen mit bis zu 2000 Mikrogramm Acrylamid verseucht.