Machtkampf in der RWE-Spitze - DER SPIEGEL
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Machtkampf in der RWE-Spitze

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Beim Essener Energieriesen RWE bahnt sich ein massiver Konflikt zwischen Teilen des Aufsichtsrates und Vorstandschef Jürgen Großmann an. Wie das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, will der Aufsichtsrat in einer der nächsten Sitzungen beschließen, dass große Sachanlageinvestitionen, wie etwa Kraftwerke, nicht allein vom Vorstand, sondern auch vom Aufsichtsrat beschlossen werden müssen. Dazu soll die Geschäftsordnung des Aufsichtrates geändert werden. Hintergrund für den Affront und die öffentliche Machtbeschneidung Großmanns ist ein seit Wochen schwelender Streit über die Absichten Großmanns, sich mit RWE am Bau neuer Atomkraftwerke unter anderem im bulgarischen Belene zu beteiligen. Dagegen hatten diverse Kontrolleure in einer Sonderaufsichtsratssitzung vor wenigen Wochen Bedenken geäußert. Diese jedoch hatte Großmann ignoriert und darauf verwiesen, dass Sachanlageinvestitionen wie der Bau von Kraftwerken in die Verantwortung des Vorstands fielen. Die geplante Machtbeschneidung des Managers ist der vorläufige Höhepunkt eines bereits seit längerer Zeit andauernden Streits. Vielen Aufsichtsräten gefällt Großmanns unkonventioneller Führungsstil nicht. Großmann selbst hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, die Besetzung des Kontrollgremiums zu beeinflussen und ThyssenKrupp-Chef Ekkerhard Schulz für den in der WestLB-Affäre schwer angeschlagenen Thomas Fischer als RWE-Aufsichtsratschef zu gewinnen.