Union folgt Kfz-Steuer-Plänen der Autoindustrie
Die Union will die neue Kfz-Steuer den Vorstellungen der Automobilhersteller anpassen. Die Experten der Fraktion haben sich auf ein Modell verständigt, das sich weitgehend am Konzept des Verbands der Automobilindustrie (VDA) orientiert. Danach soll die Steuer für Neufahrzeuge künftig nach deren Kohlendioxid-Ausstoß berechnet werden. Autos mit einem CO2-Ausstoß bis 120 Gramm pro Kilometer bleiben steuerfrei, für jedes weitere Gramm sollen die Autobesitzer zwischen 1,40 Euro und 1,60 Euro bezahlen. Die Forderung von Umweltschützern, Fahrzeuge mit hohem Kohlendioxidausstoß überproportional zu besteuern, lehnt die Union ab; für Autos, die viel Kraftstoff verbrauchen, würde die Steuer nach dem vorgelegten Modell nur wenig steigen. Für Diesel-Pkw ist zusätzlich ein Energiesteuerausgleich von 8,69 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum vorgesehen. In der Union ist man zuversichtlich, dass sich die zuständige Arbeitsgruppe der Koalition auf das Konzept einigen wird. Der CDU-Verkehrsexperte Georg Brunnhuber sagte, eine Reform nach den VDA-Vorschlägen sei sinnvoll, weil sie keine Arbeitsplätze in Deutschland koste.