Debatte um Zukunft von CSU-Landesgruppenchef Ramsauer
In der CSU gibt es eine Debatte um die Zukunft des Berliner Landesgruppenchefs Peter Ramsauer. In der Parteiführung wachsen die Zweifel, ob Ramsauer der geeignete Spitzenkandidat der CSU für die anstehende Bundestagswahl sei. Eigentlich wäre Ramsauer nach dem Abgang Horst Seehofers nach München die erste Wahl für Platz eins der bayerischen Landesliste. Doch offensichtlich glaubt der neue Parteichef nicht daran, dass Ramsauer genügend Zugkraft für den Posten mitbringt. In der Partei wird deshalb diskutiert, ob dafür Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg oder Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in Frage kämen. Sollte Ramsauer den Spitzenplatz nicht erringen, werde er es schwer haben, nach der Bundestagswahl im September erneut das Amt des Landesgruppenchefs für sich zu beanspruchen, hieß es in der CSU. Seehofer selbst hatte Ramsauer in der CSUVorstandssitzung am vergangenen Montag massiv angegriffen und ihm vorgeworfen, sich in Berlin nicht hartnäckig genug für die Interessen der CSU einzusetzen.