Ver.di und IG Metall gewinnen Mitglieder
Die Sorge um Arbeitsplätze sowie vergleichsweise gute Lohnrunden haben den beiden Gewerkschaften Ver.di und IG Metall im ablaufenden Jahr neue Mitglieder beschert.
Ver.di zählte bis Ende November 123.077 Eintritte von Erwerbstätigen und damit 46.000 mehr als 2007. Gleichzeitig sind im selben Zeitraum nur 104.000 erwerbstätige Mitglieder ausgetreten. Der positive Saldo lässt sich jedoch nicht auf die gesamte Basis übertragen. Betrachtet man die Entwicklung bei Rentnern, arbeitslosen und studentischen Ver.di-Mitgliedern, ist der Gesamttrend nach wie vor negativ. Insgesamt zählte die Organisation zuletzt 2,178 Millionen Mitglieder und damit 1,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei der IG Metall ist der Mitgliederschwund dagegen komplett gestoppt, dort ist der Saldo sogar leicht positiv. Besonders viele Mitglieder gewann Deutschlands größte Einzelgewerkschaft unter den Leiharbeitern, die bislang nicht zur bevorzugten Klientel der Metallgewerkschaft gehörten.
Doch seit Amtsantritt der beiden Vorsitzenden Berthold Huber und Detlef Wetzel vor einem Jahr werden nahezu alle Aktionen vor allem der Mitgliedergewinnung untergeordnet, weshalb nun auch verstärkt die Leiharbeiter-Klientel angesprochen wird. Exakte Zahlen will die IG Metall Mitte Januar veröffentlichen.