Linkspolitiker fürchten Alleinherrschaft Lafontaines
In der Linken hat intern das Gerangel um die zukünftige Führung der Partei begonnen, an deren Spitze derzeit Oskar Lafontaine und Lothar Bisky gleichberechtigt stehen. Hintergrund ist Biskys erklärte Absicht, den Führungsposten nur noch bis 2010 auszuüben. Laut Satzung soll es danach keine Doppelspitze mehr geben. Allerdings fürchten vor allem ostdeutsche Linkspolitiker eine Alleinherrschaft Lafontaines. Diskutiert wird deshalb eine Satzungsänderung, um erneut eine Doppelspitze zu installieren. Dabei könnte Lafontaine eine Frau aus dem Osten zur Seite gestellt werden. Ein anderes Szenario sieht für 2010 einen Generationswechsel vor, in dessen Zuge der heutige Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch auf den Spitzenposten rücken könnte. Lafontaine selbst will offiziell erst nach der Bundestagswahl entscheiden, ob er erneut für den Vorsitz kandidiert. Spitzenfunktionäre gehen aber schon jetzt fest davon aus.