Hypo Real Estate plant radikalen Stellenabbau
Der krisengeschüttelte Finanzkonzern Hypo Real Estate (HRE) plant eine einschneidende Restrukturierung. Unter anderem will das Münchner Unternehmen gruppenweit rund ein Drittel der gut 1800 Stellen abbauen. Zudem laufen Gespräche mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) über mögliche weitere Stützungsmaßnahmen. Nach einer bereits zugesagten Liquiditätsgarantie von 30 Milliarden Euro ist unter anderem eine Variante im Gespräch, wonach die schwer angeschlagene Irland-Tochter Depfa komplett vom Soffin übernommen würde. Dagegen hat sich allerdings politischer Widerstand formiert. Die Lasten würden zu sehr auf Kosten der Steuerzahler und zugunsten der Altaktionäre verteilt, heißt es in Soffin-Kreisen. Ein möglicher Gegenvorschlag soll von Bundesbankchef Axel Weber kommen. Um den deutschen Pfandbriefmarkt zu sichern, sollen die verbleibenden Spezialfinanzierer entweder bei einer Universalbank angedockt oder zu einer einzigen großen Pfandbriefbank verschmolzen werden.