NPD-Chef Voigt soll gestürzt werden - DER SPIEGEL
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NPD-Chef Voigt soll gestürzt werden

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In der NPD ist ein Kampf um den Posten des Parteichefs entbrannt. "Die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, Holger Apfel und Udo Pastörs, haben sich darauf geeinigt, Andreas Molau als Kandidaten für das Amt des Parteivorsitzenden vorzuschlagen", bestätigt NPD-Generalsekretär Peter Marx. Entsprechende Anträge der beiden Landesverbände für den im März geplanten Parteitag sollen folgen. Molau, ein ehemaliger Waldorf-Lehrer, war Leiter des Amtes Bildung beim NPD-Parteivorstand und gilt als intellektuelles Aushängeschild der ansonsten eher schlichten Truppe am rechten Rand. Der seit gut zwölf Jahren amtierende Parteichef Udo Voigt wurde im Vorfeld der Entscheidung offenbar nicht kontaktiert. Auch NPD-Bundessprecher Klaus Beier war über die Initiative der beiden Landespolitiker nicht im Bilde, kündigte aber an, Voigt werde "auf alle Fälle wieder für das Amt des Vorsitzenden kandidieren". Hintergrund des Putsches aus der Provinz ist Voigts Rolle in der Finanz-Affäre um Ex-Schatzmeister Erwin Kemna (SPIEGEL 49/2008), der wegen Veruntreuung von Parteigeldern zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden ist. Ob Molau die NPD auch für das bürgerlich-rechtskonservative Lager öffnen kann, erscheint zweifelhaft: Noch 2006 nahm er mit einer Zeichnung am Teheraner Holocaust-Karikaturen- Wettbewerb teil, die das Berliner Mahnmal für die ermordeten Juden Europas als israelisches Raketensilo zeigt.