Rau ließ sich über vierzigmal Privatjet-Reisen bezahlen - DER SPIEGEL
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Rau ließ sich über vierzigmal Privatjet-Reisen bezahlen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bundespräsident Johannes Rau, bis zum Mai 1998 Regierungschef von Nordrhein-Westfalen, ist von 1989 an bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt über vierzigmal mit von der Westdeutschen Landesbank (WestLB) gecharterten Privatjets geflogen. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Die Zahl der Rau-Flüge vor allem mit dem Düsseldorfer Unternehmen Privat-Jet-Charter (PJC) ergibt sich, so DER SPIEGEL, aus einer von der WestLB erstellten Liste, die dem Parlamentarischen Untersuchungssausschuss des NRW-Landtag vorliegt. Rau selbst will in den nächsten Tagen gegenüber dem Ausschuss Stellung nehmen.

Laut WestLB-Aufstellung sind Mitglieder der Düsseldorfer Landesregierung seit 1989 über hundert Mal mit von der WestLB gecharterten Jets geflogen. Auch Finanzminister Heinz Schleußer hat, so DER SPIEGEL weiter, dem Ausschuss eine Liste seiner Flüge vorgelegt. Allerdings stimmt sie nicht immer mit den Angaben der WestLB überein. So listet die WestLB einen Flug am 22. Mai 1996 nach Stuttgart (Preis 46796,90 Mark) auf. Schleußer selber behauptet, er sei mit der Lufthansa und einem Hubschrauber geflogen.