Versöhnung zwischen Egon Krenz und der PDS - DER SPIEGEL
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Versöhnung zwischen Egon Krenz und der PDS

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Der seit Donnerstag in der Berliner Haftanstalt Hakenfelde einsitzende letzte DDR-Staatsratsvorsitzende und SED-Generalsekretär Egon Krenz steht vor der Versöhnung mit der SED-Nachfolgerin PDS. Krenz-Fans der Berliner PDS-Basis wollen nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL bei der Schiedskommission ihrer Partei die Aufhebung des Parteiausschlusses vom Januar 1990 gegen ihren einstigen Parteiführer beantragen.

Der Ehrenvorsitzende der PDS, der DDR-Übergangspremier Hans Modrow, will "als Zeichen der Solidarität" den Häftling möglichst bald im Knast besuchen. Krenz kommt nach eigenen Angaben in seinem Vierbettzimmer in Hakenfelde mit seinen Mithäftlingen – einem Polen und zwei Türken – "sehr gut zurecht". Bereits am Freitag besprach ein Sozialarbeiter der Anstalt mit ihm den Vollzugsplan der Haftstrafe. Wahrscheinlich darf der wegen Totschlags zu sechseinhalb Jahren Verurteilte Krenz schon Ende dieser Woche das erste Mal das Gefängnis als Freigänger verlassen.