Arbeitnehmer verhindern Wahl zum Chef der Dresdner Bank - DER SPIEGEL
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Arbeitnehmer verhindern Wahl zum Chef der Dresdner Bank

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Riesenschlappe für Commerzbank-Chef Martin Blessing: Bei der Wahl des neuen Vorstands der Dresdner Bank verweigerten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat dem 45-Jährigen und zwei weiteren Commerzbank-Managern die Zustimmung. Um den Zusammenschluss der beiden Banken zu beschleunigen, sollte das Commerzbank-Trio früher als ursprünglich geplant die Führung bei der Dresdner übernehmen. Doch deren Mitarbeiter empfinden die Fusion mehr und mehr als feindliche Übernahme. So gibt es zwar über 50 Projektteams, die Vorschläge erarbeiten sollen, wie die zusammengelegte Bank organisiert werden soll. Doch die Stimmung in den Gremien hat sich massiv verschlechtert. "Jeder Vorschlag, eine Regelung der Dresdner Bank für die Gesamtbank zu übernehmen, wird ohne Diskussion abgebügelt", schimpft ein Insider. Auch bei der Überführung der Arbeitsverträge gibt es massiven Ärger. So sollen die Dresdner-Bank-Mitarbeiter in der Commerzbank formal wie Neueingestellte behandelt werden – was eine enorme Schlechterstellung, etwa bei der Altersversorgung, bedeuten würde. Für einen leitenden Angestellten könnte sich der betriebliche Rentenanspruch dadurch um mehrere zehntausend Euro verringern. Ein Vermittlungsausschuss soll nun neue Vorschläge für die Wahl von Vorständen erarbeiten. Sollte das scheitern, könnte Blessing dennoch Ende Januar einen neuen Anlauf im Aufsichtsrat der Dresdner Bank nehmen. Bei einer zweiten Abstimmung verfügt der Vorsitzende des Gremiums über ein doppeltes Stimmrecht.