Kachelofen-König Kago droht Gefängnis - DER SPIEGEL
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Kachelofen-König Kago droht Gefängnis

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Deutschlands bekanntestem Kachelofen-Hersteller Kago droht eine Gefängnisstrafe. Mitte Januar durchsuchten mehr als hundert Beamte bundesweit Firmen- und Privaträume von Karl-Heinz Kago, 67, und dessen Adoptivsohn Pierre Kago, 34, Geschäftsführer der Kago-Kamine-Kachelofen GmbH. Den beiden wird vorgeworfen, Sozialversicherungsbeiträge für Mitabeiter nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben. Dabei geht es um fingierte Mini-Job-Stellen, wie die Staatsanwaltschaft Nürnberg dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL bestätigte. Demnach sollen die Kagos in ihrer Buchführung den Lohn für bestimmte Arbeiter über Namen weiterer Personen geführt haben, die dann als Mini-Jobber gemeldet waren: ein Trick, mit dem sich Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung sparen lassen. Pierre Kago lehnte gegenüber dem SPIEGEL eine Stellungnahme ab, kritisierte jedoch den Eifer, den Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Durchsuchung an den Tag legen: "Sind wir Siemens oder was?" Die Vorwürfe reichen nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis ins Jahr 2008. Sie fallen damit in die Zeit der Bewährungsstrafe von Karl-Heinz Kago. Nachdem die Polizei in Kagos Schloss in der Oberpfalz mehrere Pistolen gefunden hatte, deren Besitz gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstößt, wurde der Senior-Chef im Dezember 2007 bereits zu eineinhalb Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.