Seehofer will Parteibasis bei Entscheidungen einbeziehen
Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer will die Basis bei Entscheidungen der Partei stärker einbeziehen. So sollen die CSU-Kandidaten für den Bundestag künftig nicht mehr von Delegiertenversammlungen gewählt werden, sondern von allen Parteimitgliedern des Wahlkreises. Ein ähnliches Verfahren strebt Seehofer auch bei der Aufstellung für Bewerber um kommunale Ämter an, beispielsweise bei Landräten. Auch bei inhaltlichen Entscheidungen sollen die Parteimitglieder über Internet- Foren und andere Diskussionsrunden zum Mitmachen animiert werden. Offen ist noch, ob hohe Parteiposten wie der des Generalsekretärs künftig per Urabstimmung besetzt werden. "Wir werden eine offene Diskussion über alle denkbaren Modelle führen", sagt CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg. Seehofer hofft, mit seinem Vorstoß mehr Frauen und junge Leute an die CSU binden zu können.