Mögliche Siemens-Kooperation mit russischem Atompartner intern und extern umstritten
Intern und extern stößt die mögliche Kooperation des Siemens-Konzerns mit dem russischen Staatskonzern Atomenergoprom, der den bisherigen französischen Nuklearpartner Areva ersetzen soll, auf größeren Widerstand als bislang bekannt. Neben einigen Mitgliedern des Siemens-Aufsichtsrats hegt auch die Bundesregierung offenbar Bedenken gegen das Vorhaben. Eine enge Kooperation mit Atomenergoprom sei "schwer vorstellbar", heißt es in einem vertraulichen Papier des Wirtschaftsministeriums. Das Know-how der Russen entspreche "nicht dem letzten Stand der Technik". Ein Teil des Siemens-Managements favorisiert dennoch einen Zusammenschluss mit den Russen, weil außer den Franzosen nur sie das einträgliche Brennelemente-Geschäft beherrschten. Kritiker in Siemens-Vorstand und -Aufsichtsrat wollen nun verhindern, dass der Konzern sich vorschnell allzu eng an nur einen ausländischen Konkurrenten bindet.