RTL-"Restauranttester" Christian Rach kritisiert TV-Kochshows
RTL-"Restauranttester" Christian Rach findet, dass sich Kochshows im deutschen Fernsehen ändern müssen. "Die immer wiederkehrenden Kochsendungen haben sich überlebt. Die Darbietung an sich muss sich ändern wie auch der Inhalt. Dann bleibt es spannend. Auch jeder Serienkommissar braucht mal eine Ablösung", sagte Rach dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Gastronomen zu helfen, wie er es als RTL-"Restauranttester" tue, sei "wie Entwicklungshilfe für Afrika" zu leisten: Er könne nur Hilfe zur Selbsthilfe geben. Auch habe Rach bei seinen Testeinsätzen viel über Hartz IV gelernt. "Wenn man in einer krassen finanziellen Klemme steckt, sieht man auch die Dreckecken in der Küche nicht mehr." Die Verbindung zwischen Kochtopf und Kamera liegt für Rach, der in Hamburg ein eigenes Restaurant betreibt, auf der Hand: "Die Gäste wollen Unterhaltung sehen auf dem Niveau des Showgeschäfts. Die Röcke der Kellnerinnen müssen nicht unbedingt kurz sein und die Blusen offen, aber die Gäste wollen wissen, ob der Chefkoch da ist. Im eigenen Laden kein Gesicht zu sein, ist tödlich." Zu seiner Sendung sagte Rach dem SPIEGEL: "Ganz sicher ist 'Der Restauranttester' aber auch eine endliche Geschichte. Hundertmal dreckige Abzugshauben mit Rach nebendran will niemand sehen."