Mannesmann-Chef Esser plant strategische Allianz mit Vivendi - DER SPIEGEL
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Mannesmann-Chef Esser plant strategische Allianz mit Vivendi

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mannesmann-Chef Klaus Esser plant nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL den Aufbau einer strategischen Allianz mit dem französischen Konzern Vivendi. Schon seit Monaten, so DER SPIEGEL, verhandele Esser mit Vivendi-Chef Jean-Marie Messier über eine Partnerschaft. Ziel sei es, eine europäische Multi-Media- und Internetplattform für Festnetz, Fernsehen und Mobilfunk aufzubauen. Durch einheitliche Standards und Schnittstellen sollen die Kunden in dem geplanten Verbund per Handy, Computer, Telefon oder Fernsehen beispielsweise auf gemeinsame Internetangebote zugreifen können.

Wie DER SPIEGEL weiter berichtet, gebe es noch keine feste Vereinbarung zwischen Messier und Esser. Noch sei offen, ob ein solches Bündnis tatsächlich in den nächsten Wochen zustande komme. Allerdings stünde Messier, an dessen Mobilfunktochter Cegetel Mannesmann bereits mit 15 Prozent beteiligt ist, den Plänen interessiert gegenüber.

Die eigenen Angebote bei Cegetel, dem Internetanbieter AOL France oder dem Pay-TV-Sender Canal-Plus, zitiert DER SPIEGEL Messier, "ergänzen sich hervorragend mit den Aktivitäten von Mannesmann". Außerdem hätten bereits weitere Medienkonzerne wie Bertelsmann Interesse signalisiert, einem solchen Verbund beizutreten.

Wie DER SPIEGEL weiter berichtet, gebe es für Esser bei Verhandlungen mit Vodafone die Chance, einen Zusammenschluss unter gleichberechtigten Partnern mit einem Vodafone-Anteil von nur knapp über 50 Prozent zu erreichen. Das Magazin beruft sich dabei auf einen engen Berater von Vodafone-Chef Chris Gent. Selbst die "Besetzung des Chefpostens mit Herrn Esser", wird dieser zitiert, sei "eine durchaus mögliche Option".