Banker erhalten Millionen-Boni
Etwa 50 Führungskräfte der Investmentbank Dresdner Kleinwort erhalten Boni in Höhe von 120 Millionen Euro, obwohl bei der Dresdner Bank mit einem Verlust von über fünf Milliarden Euro gerechnet wird. Die Bank hatte bereits am 18. August 2008 diese Bonusgarantien schriftlich zugesagt, um sich die Loyalität der Investmentbanker zu erkaufen. "Aus unserer Sicht haben die Vorstandsmitglieder der Dresdner Bank mit der Verabschiedung und Kommunikation der genannten Bonifikationen ihren rechtlichen Gestaltungsspielraum überschritten", protestierte Commerzbankchef Martin Blessing am 10. November in einem Brief an Allianz-Chef Michael Diekmann. Die Commerzbank hatte mittlerweile der Allianz die Dresdner Bank abgekauft. Schließlich einigten sich Diekmann und Blessing, in Gehaltsbriefen die Boni fortan unter einen Vorbehalt zu stellen. Das änderte nichts daran, dass die 18 Topleute aus dem obersten Führungsgremium von Dresdner Kleinwort im Durchschnitt pro Kopf sogar gut fünf Millionen Euro erhalten. Nur ein Teil davon kommt aus dem Bonuspool, der größere Teil besteht aus Abfindungen und ausgezahlten Aktienplänen.