Unterirdische Lagerung von CO2 ist riskant
Mit hohen Risiken für Umwelt und Gesundheit ist die bundesweit geplante Entsorgung von giftigem und klimaschädlichem Kohlendioxid in unterirdischen Lagern verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine unveröffentlichte Studie der hannoverschen Beratungsfirma Intac im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace. So sei ein langfristig "sicherer Einschluss" in ab 800 Meter tiefen Gesteinsschichten mit Salzwasser nicht möglich, da es "keine wirksamen Maßnahmen gegen Leckagen" im Untergrund gebe. Intac kritisiert den Anfang März im Bundeskabinett zur Verabschiedung stehenden Gesetzesentwurf zur "Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid". In diesem Gesetzgebungsverfahren sei die Entsorgung des schädlichen CO2, so Greenpeace, nur "ungenügend, risikoreich und verantwortungslos" behandelt. So sieht der Entwurf aus dem Bundeswirtschafts- und dem -umweltministerium vor, dass die Verantwortung für die Endlager bereits nach 20 Jahren auf den Staat übergehen kann. "Die übereilte Ablagerung von Kohlendioxid im großtechnischen Maßstab", urteilt Greenpeace-Experte Karsten Smid, zeige, "wie wenig aus den Pannen im Salzstock Asse mit der Einlagerung radioaktiver Abfälle gelernt worden" sei.