Gute Zeiten für Autoschieber
Im Hamburger Hafen, dem zweitgrößten Seehafen Europas, und im Hafen von Neustadt an der Ostsee, den beiden größten Umschlagplätzen für Gebrauchtfahrzeuge nach Übersee und Osteuropa, ist nach Auskunft der Oberfinanzdirektion Hamburg noch kein Wagen entdeckt worden, für den eine Abwrackprämie beantragt wurde. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Polizei, Zoll und Umweltämtern liegen keine Daten über jene Autos vor, die aufgrund der Prämie verschrottet werden müssen. Ein Verkauf dieser Fahrzeuge ins Ausland lässt sich deshalb nicht überprüfen. Die Polizei könnte lediglich bei einem konkreten Verdacht die Information beim Kraftfahrt- Bundesamt in Flensburg einholen. Die Umweltbehörde in Hamburg hat deshalb Schrotthändler aufgefordert, die Typenschilder und Identifizierungsnummern solcher Wagen aufzubewahren. Eine Maßnahme von begrenztem Wert: Die Betriebe können nicht dazu gezwungen werden.