Kaum Frauen in Führungspositionen der Bundesregierung
Beim Bemühen um die Gleichstellung von Frauen im Beruf versagt ausgerechnet die Bundesregierung. In Führungspositionen finden sich in den Ministerien des Bundes kaum Frauen. Zwar werden 6 der 14 Häuser von Ministerinnen geleitet, in den Ebenen darunter ist die Frauenquote jedoch eklatant geringer. Das ergab eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Volker Wissing. Unter den 25 beamteten Staatssekretären findet sich nur eine Frau: Cornelia Quennet-Thielen arbeitet im Bundesministerium für Bildung und Forschung. An dieser Verteilung hat sich in den letzten Jahren kaum was geändert, obgleich sich der Bund im Jahr 2001 im Bundesgleichstellungsgesetz zur Chancengleichheit verpflichtete. Auch auf der wichtigen Ebene der Abteilungsleiter finden sich kaum Frauen. Von insgesamt 110 Posten sind nur 15 weiblich besetzt. Besonders männlich sind die Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt und Verkehr; dort gib keine Abteilungsleiterin. Noch im Januar hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Veranstaltung zum 90. Jubiläum des Frauenwahlrechts betont, sie wünsche sich mehr Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft und Politik. Die sechs Abteilungen ihres Kanzleramts werden von Männern geleitet.