ARD will montags aktuelle Reportagen senden
Die ARD plant, den Montagabend als festen Ort für aktuelle Reportagen zu etablieren und damit ein schon länger intern kritisiertes Manko zu beheben. Gerade in der Finanzkrise, so bemängelten Chefredakteure, habe sich gezeigt, dass es zu lange dauere, bis man aktuelle Ereignisse mit Filmen hintergründig aufarbeite. Deshalb soll der 21-Uhr-Sendeplatz bisher reserviert für langfristig angelegte Dokumentationen künftig so oft wie möglich für Filme geräumt werden, die ein wichtiges Ereignis rasch aufarbeiten. Das sei auch ein gutes Mittel, um zum Anfang der Woche selbst Themen zu setzen. Vorbild ist dabei die Reportage "Kampf um Opel", die Anfang März im Ersten zu sehen war. ARD-Programmdirektor Volker Herres und die Chefredakteure seien sich grundsätzlich einig, heißt es, hier mehr zu wagen. Allerdings sei noch offen, wie das schnelle journalistische Eingreifen so organisiert werden soll, dass es nicht bei guten Vorsätzen bleibt. "An den Chefredakteuren liegts nicht", sagen diese. Vielmehr sei die Frage, ob es gute kurzfristige Angebote gebe.