"Zeit"-Chefredakteur di Lorenzo will seinem Blatt treu bleiben - DER SPIEGEL
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"Zeit"-Chefredakteur di Lorenzo will seinem Blatt treu bleiben

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Der Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Zeit", Giovanni di Lorenzo, weist Gerüchte zurück, er wolle im Jahr 2010 als Nachfolger von Hans Werner Kilz auf den Chefposten der "Süddeutschen Zeitung" wechseln. "Bitte keine neuen Legenden. Es gibt nicht einmal den Ansatz eines Gesprächs. Und ich habe auch nicht vor, meine Zeitung zu verlassen." Die Konstellation bei der "Zeit" sei "ideal". Vergangene Woche hatte Dieter von Holtzbrinck, Halbbruder des bisherigen Verlegers Stefan von Holtzbrinck, seinen Einstieg bei der "Zeit" angekündigt. Für di Lorenzo beweist das: "Wenn es hart auf hart kommt, ist die Familie stärker als jede andere Investorenbindung." Den Verleger Stefan von Holtzbrinck, der neben 50 Prozent an der "Zeit" auch das "Handelsblatt", die "Wirtschaftswoche" und den "Tagesspiegel" an seinen Halbbruder verkauft, verteidigte di Lorenzo gegen den Vorwurf, er glaube nicht mehr an die Zukunft von Zeitungen. "Es ist nicht so, dass nur Dieter der gute Verleger ist. Auch sein Bruder hat gegen den allgemeinen Trend kräftig in die ,Zeit' investiert und sie immer als Flaggschiff seines Konzerns gesehen." Der 67-jährige Dieter von Holtzbrinck war vor drei Jahren aus dem Konzern ausgestiegen und hatte damals vereinbart, dass sein Anteil am Verlag über 15 Jahre ausbezahlt wird. Im Gegenzug für den Erwerb der Zeitungen verzichtet er nun auf noch ausstehende Raten. Die Verlagsgruppe von Holtzbrinck hat aber offenbar ein Rückkaufrecht für den Fall, dass Dieter die Blätter irgendwann wieder abgeben möchte. Am Montagmorgen werden beide Brüder in der "Handelsblatt"-Redaktion auf einer Betriebsversammlung zum Eigentümerwechsel Stellung nehmen und danach weiter zur "Zeit" nach Hamburg reisen.