Wirtschaftskrise mindert CO2-Ausstoß - DER SPIEGEL
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Wirtschaftskrise mindert CO2-Ausstoß

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Jahr 2008 wurden in Deutschland so wenig Treibhausgase freigesetzt wie noch nie seit 1990. Das geht aus einer Erhebung des Bundesumweltministeriums hervor.

Demnach entsprechen die Emissionen aller erfassten Treibhausgase rund 945 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Das sind 23 Prozent weniger als im Jahr 1990, das international als Vergleichsjahr für die CO2-Emissionen herangezogen wird. Im Vorjahr war ein Minus von 21 Prozent erreicht worden. Gemäß dem Klimaschutzabkommen von Kyoto muss Deutschland im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 ein Minus von 21 Prozent vorweisen. "Wir erreichen das Kyoto-Ziel", sagt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). Nationale Vorgabe ist es, bis 2020 rund 40 Prozent weniger CO2 zu emittieren als 1990.

Ein erheblicher Teil der aktuellen Reduktion sei dem Ausbau erneuerbarer Energien und anderen Klimaschutzmaßnahmen zuzuschreiben, sagt Gabriel. Zugleich schlägt sich die Wirtschaftskrise, die sich im zweiten Halbjahr 2008 deutlich verstärkt hat, im CO2-Ausstoß nieder. Ein bis zwei Prozentpunkte Reduktion seien ihr geschuldet, sagt Gabriel. Vor allem der Einsatz von Stein- und Braunkohle als Brennstoff für Kraftwerke ging zurück.