Schmuggelzigaretten "Jin Ling" erobern den Markt
Zollbeamte stellen vermehrt Zigaretten der Marke "Jin Ling" sicher. Experten gehen davon aus, dass sie mittlerweile auf Platz acht der meistgerauchten Zigaretten in Deutschland steht. In Berlin soll die Marke mit dem Widder-Logo sogar schon Nummer zwei sein. Dabei ist diese Zigarette legal in Deutschland gar nicht erhältlich. Sie wird in Kaliningrad und der Ukraine für Osteuropa hergestellt, dorthin gelange aber weniger als ein Prozent der Produktion. Der Großteil wird in die EU geschmuggelt, vornehmlich nach Deutschland und Großbritannien, wo bereits erste Fälschungen der "Jin Ling" aus Asien festgestellt wurden. Während der legale Zigarettenabsatz in Deutschland zurückgeht, nimmt der Schmuggel offenbar zu. Nach Auskunft des Deutschen Zigarettenverbands wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 22,5 Milliarden unversteuerte Zigaretten geraucht, davon rund zwei Drittel Schmuggelware; außerdem 88 Milliarden legale Zigaretten. Zu diesem Ergebnis kam das Institut Ipsos, das im Auftrag des Verbands regelmäßig an bundesweit 24 Müllsammelstellen monatlich 12.000 Zigarettenschachteln einsammelt und auswertet.