Continental will externe Dienstleister zu Honorarverzicht zwingen - DER SPIEGEL
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Continental will externe Dienstleister zu Honorarverzicht zwingen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der niedersächsische Automobilzulieferer Continental versucht bei Dienstleistern und Zulieferern massiv Kosten einzusparen. Externe EDV-Betriebe und andere Partnerunternehmen werden von dem M-Dax-Konzern in einem Schreiben aufgefordert, "mit sofortiger Wirkung einer Kürzung sämtlicher Vergütungen und Entgelte um 15 Prozent der Nettokosten zuzustimmen". Die Maßnahme ist vorerst bis zum 31. Dezember 2009 befristet. Man gehe davon aus, so Conti in dem Schreiben, "dass Sie im Sinne solidarischen Handelns Ihren Beitrag zur Verbesserung der Kostensituation von Continental mittragen". Schließlich wolle man "die Zusammenarbeit mit Ihrem Unternehmen auch in der Zukunft fortsetzen". Zwei Rundschreiben dieser Art wurden bisher versandt. Bis zum 22. April beziehungsweise Anfang Mai haben die Unternehmen Zeit, ihr Einverständnis zu erklären. Eine Conti-Sprecherin rechtfertigte die Maßnahme mit dem Druck der Automobilhersteller, die ihrerseits bei Conti auf günstigere Preise pochten. Insgesamt sei nur ein "kleiner, abgegrenzter Kreis" von Unternehmen von den Einsparungen des hannoverschen Zulieferers betroffen. Es sei lediglich "eine kleine dreistellige Zahl von Firmen", die einen solchen Brief erhalten habe. Wie mit Unternehmen umgegangen wird, die ihr Einverständnis zu der Sparmaßnahme nicht geben, "wird im Einzelfall zu entscheiden sein", so die Conti-Sprecherin.