Telekom-Vorstand fordert in der Spitzelaffäre Schadensersatz von Ex-Aufsichtsratschef Zumwinkel - DER SPIEGEL
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Telekom-Vorstand fordert in der Spitzelaffäre Schadensersatz von Ex-Aufsichtsratschef Zumwinkel

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Zivilrechtliche Schritte hat die Deutsche Telekom gegen ihren ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel eingeleitet. Ein entsprechendes Schreiben wurde dem umstrittenen Manager vergangene Woche übersandt. Darin erhebt die Telekom Schadensersatzansprüche gegen Zumwinkel in Zusammenhang mit der Bespitzelungsaffäre von Journalisten, Aufsichtsräten und Gewerkschaftern. Zumwinkel wird vorgeworfen, persönlich den Auftrag zum Aufspüren von Informationslecks in der Telekom an die Konzernsicherheit gegeben zu haben. Damit hätte der Manager nicht nur seine Kompetenzen als Aufsichtsrat überschritten. Er hätte eine solche weitreichende Weisung wohl nach Auffassung von Juristen auch in ihrer Ausführung und in ihren Konsequenzen überwachen müssen. Ähnliches gilt für Ex- Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Schadensersatzforderungen gegen ihn müsste jedoch – anders als bei Zumwinkel – nicht der Vorstand, sondern der Aufsichtsrat der Telekom einleiten. Beobachter gehen davon aus, dass dies in einer der nächsten Sitzungen geschieht. Beide Manager hatten die Vorwürfe in Zusammenhang mit der Spitzelaffäre bisher weit von sich gewiesen. Die Telekom betont, dass das "anwaltliche Anspruchsschreiben an Zumwinkel" keine Vorentscheidung im laufenden Strafverfahren sei. Dies sei allein Sache der zuständigen Staatsanwaltschaft.