Chinesen gehen in den Euro - glaubt Finanzminister Eichel
Bundesfinanzminister Hans Eichel hält nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL Kursgewinne des Euro für unausweichlich. Anlass für den Optimismus sind Gespräche, die der deutsche Finanzminister in der vergangenen Woche in China geführt hat. Seine Gesprächspartner, darunter Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji, Finanzminister Xiang Huaicheng und Notenbankgouverneur Dai Xianglong hätten zugesichert, dass China große Teile seiner Währungsreserven von Dollar in Euro tauschen werde. Die Gespräche hätten gezeigt, dass "auch die Chinesen eindeutig Aufwertungspotenzial für den Euro sehen", zitiert das Magazin den deutschen Finanzminister. "Zentralbankchef Dai hat deutlich gemacht, dass der Euro auch im Bestand der chinesischen Zentralbank von zunehmender Bedeutung sein wird." China besitzt mit 152 Milliarden Dollar die zweitgrößten Währungsreserven der Welt, nur knapp 20 Prozent davon in europäischen Devisen.