Ermittler haben Zweifel am Tod von KZ-Arzt Aribert Heim - DER SPIEGEL
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Ermittler haben Zweifel am Tod von KZ-Arzt Aribert Heim

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Am Tod des ehemaligen KZ-Arztes Aribert Heim haben deutsche Ermittlungsbehörden Zweifel. ZDF und "New York Times" hatten im Februar gemeldet, Heim sei bereits im August 1992 in Kairo an Krebs gestorben. Ein Sohn des Arztes hatte die Version bestätigt, eine zufällig in Kairo aufgefundene Aktentasche mit Dokumenten von Heim sowie Zeugen sollten Leben und Sterben in Ägypten belegen. Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg haben inzwischen die Dokumente analysiert. Erste Bewertungen der Papiere lieferten jedoch "keinen Beweis für den Tod" Heims. Neue Erkenntnisse "aus eigenen Quellen" im In-und Ausland sowie die Widersprüche innerhalb der Version vom Tod in Ägypten ließen die Zielfahnder des LKA weiter "in alle Richtungen ermitteln". Sicher sind sich die Fahnder inzwischen, dass der Kreis der Unterstützer Heims bei seiner jahrzehntelangen Flucht größer war als bisher bekannt. Heim erhielt nicht nur Geld durch Überweisungen aus der Schweiz und den USA. Kuriere versorgten den mutmaßlichen KZMörder auch mit Bargeld und Briefen. Dabei sei Heim selbst auch zum Opfer geworden: Beim Versuch, über Mittelsmänner Immobilien in Ägypten zu erwerben, sei er um eine große Summe Geld betrogen worden.