Gerangel um TV-Duelle zur Bundestagswahl
Die Wahlkampfstrategen von Union und SPD rangeln hinter den Kulissen um die geplanten TV-Duelle zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier. Noch ist unklar, ob es nur eine oder zwei Sendungen geben wird. Für ein mögliches zweites Aufeinandertreffen haben die Privatsender bei den Parteien eine neue Form ins Spiel gebracht - ein Duell nach dem Vorbild amerikanischer "Townhall Meetings", bei der die Kandidaten direkt Fragen von Wählern beantworten. Die Union habe auf die Idee nur zögerlich reagiert, heißt es in der SPD. Vertreter der Kanzlerin hätten gegenüber TV-Verantwortlichen deutlich gemacht, dass man eher auf die traditionelle Form des Aufeinandertreffens setze. Merkel wird sich jedoch bereits am 17. Mai bei RTL - gut vier Monate vor der Bundestagswahl - den Fragen eines Studiopublikums stellen. Die Sendung läuft parallel zum sonntäglichen ARD-Politik-Talk "Anne Will". Die ARD selbst plant für die heiße Wahlkampfphase unabhängig vom Duell "Townhall Meetings" mit jeweils einem Spitzenkandidaten. Das ZDF denkt über eine Kandidatenbefragung nach, zu der die Bürger per Internet Fragen stellen können, und hat die Generalsekretäre bereits zu einer "Berliner Runde" vor der Wahl eingeladen. Für dieses Format hat der Sender auch schon eine Zusage - von der CSU.