KfW bei Hypo Real Estate mit Krediten von weit über einer halben Milliarde Euro engagiert - DER SPIEGEL
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KfW bei Hypo Real Estate mit Krediten von weit über einer halben Milliarde Euro engagiert

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Im Untersuchungsausschuss zum Milliardendebakel der Münchner Hypo Real Estate (HRE) möchte die Opposition von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die wahren Motive für die umfassende Rettung des maroden Instituts genauer erklärt haben. So wollte der Obmann der Liberalen, Volker Wissing, Details zu den finanziellen Verflechtungen der HRE mit Institutionen des Bundes erfahren. Doch sein Beweisantrag wurde zurückgestellt. Ein Brief der staatseigenen Förderbank KfW an ihren Verwaltungsrat zeigt, weshalb das Thema so heikel ist. Noch im vergangenen März betrug "das Kreditengagement der KfW bei der HRE-Gruppe insgesamt 661,1 Millionen Euro". Davon entfallen nur rund 76 Millionen auf das Rettungspaket vom Herbst. Darüber hinaus hält die KfW "zusätzlich 531,2 Millionen Euro gedeckte Wertpapiere (Pfandbriefe) und 243 Millionen ungedeckte Wertpapiere der HRE-Gruppe", heißt es in dem Papier. Ein Untergang der Münchner Bank würde die KfW also empfindlich treffen - und nicht nur sie. Laut einer Aufstellung des Finanzministeriums, die aufgrund einer Anfrage des Bundestagsabgeordneten Paul Friedhoff (FDP) erstellt wurde, gehört die HRE mit einem Emissionsvolumen von über 45 Milliarden Euro neben der Eurohypo zu den größten Anbietern im Pfandbriefgeschäft. Die Papiere lagern nicht nur bei der KfW, sondern bei fast allen deutschen Banken, Sparkassen und Versicherungen. Die HRE "muss stabilisiert werden - und damit auch der deutsche Pfandbriefmarkt", so Steinbrück kürzlich. Nun vermutet offenbar so mancher Parlamentarier, dass die Insolvenz auch deshalb verhindert werden muss, weil der Deckungsstock der Pfandbriefe vielleicht doch nicht so sicher ist, wie es das Gesetz eigentlich vorschreibt.