Studentenpisa-Test: Männer wussten mehr - DER SPIEGEL
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Studentenpisa-Test: Männer wussten mehr

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die politische Allgemeinbildung vieler Deutscher ist unzureichend, selbst unter Studenten weiß nicht einmal die Hälfte, wer am kommenden Samstag den Bundespräsidenten wählt. Das ist eines der Ergebnisse des "Studentenpisa-Test" des SPIEGEL in Kooperation mit studiVZ, die in der am Montag erscheinenden Ausgabe des SPIEGEL veröffentlicht werden. Mit mehr als 600.000 Teilnehmern ist Studentenpisa der vermutlich größte Test des Allgemeinwissens, den es in Deutschland je gegeben hat. Von den Studenten machten mehr als 200.000 mit, ungefähr jeder zehnte Studierende in Deutschland. Bei der Auswertung trat eine verblüffende Diskrepanz der Geschlechter zutage: Während die Männer im Durchschnitt 26,5 von 45 Fragen richtig beantworteten, gelang das Frauen im Schnitt nur bei 21,5 Fragen. Die Ergebnisse überraschen umso mehr, da in Bildungsstudien Mädchen und junge Frauen eher vorn liegen. Experten erklären sich die Umkehr unter anderem mit den thematischen Schwerpunkten des Tests und einer unterschiedlichen Bedeutung von Faktenwissen für die Geschlechter. Der Test wurde im März und April auf den Seiten von SPIEGEL ONLINE veröffentlicht. Jeder Teilnehmer musste unter Zeitdruck 45 Aufgaben aus fünf Wissensgebieten lösen: Politik, Geschichte, Wirtschaft, Naturwissenschaften und Kultur. Insgesamt schnitten Studenten der Fächer Politikwissenschaft, Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Physik am besten ab.