Polizei befürchtet Rockerkrieg im Rotlichtmilieu
Nach dem Zusammenschluss der weltumspannenden Rockerbande "Hells Angels" mit den deutschen "Bones" befürchten Polizeibehörden nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL bundesweit neue Kämpfe um die Macht im Drogen- und Rotlichtmilieu. Die 22 über ganz Deutschland verteilten Abteilungen der Hells Angels könnten sich schon bald anschicken, in deutschen Städten die Macht im kriminellen Milieu zu übernehmen. "Die deutschen Sicherheitsorgane sind alarmiert", wird Theo Eckhardt vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg im SPIEGEL zitiert.
Die Angels verfügen bundesweit über eine etwa 600 Mann starke Truppe. Die Rocker schüren nach Polizeierkenntnissen im Rotlichtmilieu ganz bewusst Ängste vor Ausländern, um sich selbst als Alternative anzubieten. Die Anführer verfügen über Kontakte quer durch alle Gesellschaftsschichten und haben sich zu "modernen Managern im Prostitutionsgewerbe, im Waffen- und Drogenhandel" entwickelt. Auch die gewaltbereite Rockergruppe "Bandidos" hat sich laut SPIEGEL bereits einen deutschen Partner gesucht. Bei Kämpfen zwischen Hells Angels und Bandidos in Skandinavien starben Mitte der neunziger Jahre 14 Menschen, mehr als 100 wurden verletzt.