Bundesverdienstkreuz für PR-Unternehmer wird zum Problemfall für die hessische Landesregierung - DER SPIEGEL
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Bundesverdienstkreuz für PR-Unternehmer wird zum Problemfall für die hessische Landesregierung

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auf Vorschlag des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch wurde dem Frankfurter PR-Unternehmer Moritz Hunzinger, CDU-Mitglied, am 31. Okktober vergangenen Jahres das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Wir das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, erweist sich die Ordensübergabe nun als Problemfall für die hessische Landesregierung. Bislang hat sich kein Minister gefunden, um die Auszeichnung, die dem 40-jährigen Unternehmer "für hohes soziales und gesellschaftspolitisches Engagement" zuerkannt worden ist, zu überreichen.

Hintergrund ist laut SPIEGEL, dass Hunzinger mit Vorwürfen konfrontiert wird, er habe im vergangenen Landtagswahlkampf den damals noch wenig bekannten Herausforderer Koch mit unlauteren Methoden bekannt gemacht. So hat der Hunzinger-Verlag Blazek und Bergmann ein Buch Kochs mit dem Titel "Vision 21" herausgebracht und für die Promotion rund 300.000 Mark ausgegeben. Die rund 5000 Exemplare des Koch-Buches zum Ladenpreis von 29,80 Mark sind bis heute nicht vergriffen. Die Funkwerbung für das Buch war Mitte Dezember 1998 von der Landesmedienanstalt untersagt worden, weil die Buchpromotion eine verdeckte Wahlwerbung gewesen sei.