Rente mit 60 wird teuer - DER SPIEGEL
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Rente mit 60 wird teuer

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Eine Rente mit 60 würde die gesetzlichen Alterskassen mit bis zu 13,3 Milliarden Mark zusätzlich belasten. Das schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL unter Berufung auf neue Berechnungen des Bremer Ökonomen Winfried Schmähl. Der Vorsitzende des Sozialbeirats der Bundesregierung widerspricht damit der Zusage von Bundeskanzler Gerhard Schröder im Bündnis für Arbeit, die geplante Vorruhestandsregelung werde für die Alterskassen kostenneutral sein.

Den Analysen Schmähls zufolge verursachen 100.000 zusätzliche Frührentner Mehrausgaben von rund 9,5 Milliarden Mark. Erhöht sich die Zahl der Vorruheständler auf 140.000, wie von der IG Metall geplant, erhöhen sich die Zusatzkosten auf mehr als 13 Milliarden Mark. Ursache der Mehraufwendungen sind die zu niedrig kalkulierten Ausgleichszahlungen, die Arbeitgeber und Beschäftigte bei vorzeitigem Ausscheiden an die Rentenversicherung zahlen müssen. Derzeit belaufen sich die versicherungsmathematischen Abschläge, die einem Frührentner vom Ruhegeld abgezogen werden auf 3,6 Prozent pro Jahr. Angemessen wären laut Schmähl aber mindestens 6 Prozent, wie sie in anderen Ländern bei einem vorzeitigen Ausstieg fällig werden.